Frauen: SU Annens Frauen haben die Abgänge gut kompensiert
WITTEN Die nackten Zahlen in der Judo-Bundesliga sind für SU Annens Frauen zur Saison-Halbzeit ernüchternd: 2:6-Punkte, Vorletzter. Doch dahinter steckt weit mehr als eine nur numerisch schlechte Bilanz.
Foto: Esther Stam (blau) überzeugte zur Saisonpremiere mit zwei Erfolgen, musste dann aber zuletzt verletzungsbedingt passen. Jetzt hofft sie im September wieder dabei zu sein. (Foto: Dietmar Bock)
Quelle Ruhrnachrichten:
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Vor der Kampfzeit verzeichnete die Staffel um die Trainer Karlheinz Stump und Hinnerk Gölnitz einen noch nie da gewesenen personellen Aderlass. Das Nah-Ziel lautete daher: "Nicht Letzter werden, nach Möglichkeit Zweiter in NRW hinter dem 1. JC Mönchengladbach."
Mit Solveig Martens (Hamburger JT), Saskia Scherer (SSV Homburg-Erbach), Hannah Karrasch (JC 66 Bottrop), Corinna Durchfeld (Brander TV), Tecla Tobina Grol (Niederlande), Patricia Hutter und Kerstin Kutsche (beide Judolaufbahn beendet) verließen immerhin sieben gute Judoka den Klub.
Viele Judoka sind angeschlagen
Diese Abgänge von erfahrenen Kämpferinnen sollten und mussten durch zumeist junge, noch nicht Bundesliga-Luft geschnupperte Neulinge ersetzt werden. Hört sich abenteuerlich an - und das ist es auch. Zumal das Verletzungspech der letzten Jahre weiterhin treu ist.
Viele Judoka sind noch angeschlagen, Dani Libosan und der einzig erfahrene Neuzugang Esther Stam schwer verletzt und für den Start nach den Sommerferien noch fraglich. Seine Bestbesetzung konnte Karlheinz Stump, der nach dem beruflichen Wechsel von Hinnerk Gölnitz nach Berlin jetzt allein die Verantwortung trägt, nicht annähernd aufbieten. Nur selten hatte er Alternativen auf der Bank parat.
Youngster verlangen Gegnerinnen alles ab
Zumeist mussten die neuen Youngster auf die Tatami und präsentierten sich dort prächtig. Auch wenn sie gegen die ganz Großen noch nicht gewinnen können, so verlangten die SUA-Juniorinnen ihren Gegnerinnen doch stets alles ab. Das lässt für die nächsten Jahre hoffen, vor allem weil das Annener Team doch sehr jung ist.
Gar nicht auszudenken, was die Wittener Vorstädterinnen erreichen können, wenn die eigenen Hochkaräter alle fit sind und zur Verfügung stehen sollten. Vielleicht kann man sich ja davon schon am 25. September gegen den Brander TV ein Bild machen.
Dann will Stump ("Bis hierher waren das ganz tolle Leistungen. Schade nur, dass wir nicht auch gegen Hamburg gepunktet haben") seine Besten Kämpferinnen auf die Matte bringen, das letzte NRW-Derby für sich entscheiden und Zweiter in Nordrhein-Westfalen sein.
Autor: SUA Witten
Letzte Änderung: SUA Witten
Datum: 04.07.2010 15:30